Kalenderblatt dw.com
George W. Bush 1946: George W. Bush Sylvester Stallone 1946: Sylvester Stallone
Bernhard Schlink 1944: Bernhard Schlink Dalai Lama 1935: Dalai Lama
Wojciech Witold Jaruzelski 1923: Wojciech Witold Jaruzelski Frida Kahlo 1907: Frida Kahlo
Johannes Eisler 1898: Johannes Eisler Johann Gustav Droysen 1808: Johann Gustav Droysen
6.7.1923: Wojciech Witold Jaruzelski (†25.5.2014)
Polnischer General und Politiker. Die Familie Wojciech Witold Jaruzelskis war beim Einmarsch der Roten Armee in Ostpolen 1939 deportiert worden. Er kämpfte dann in polnischen Einheiten der Sowjetarmee gegen die deutschen Invasoren. Seit 1968 Verteidigungsminister, war Jaruzelski als Ministerpräsident der damaligen Volksrepublik Polen von 1981 bis 1985 an der Unterdrückung der Gewerkschaftsbewegung Solidanosc beteiligt. Der General befand sich in einer schwierigen Lage: Auf der einen Seite hatte er die Sicherung des Staates zu gewährleisten. Auf der anderen Seite drohte ihm die Invasion der Sowjetarmee. Anfang der 1980er Jahre standen die sozialistischen "Bruderarmeen", auch die Nationale Volksarmee der DDR und die Sowjetarmee, an den Grenzen bereit, um in der Volksrepublik Polen wieder für sozialistische Ruhe zu sorgen. Das Trauma der Polen drohte sich zu wiederholen: Von Osten und Westen zerrieben zu werden wie schon 1772, 1793, 1795 und 1939. 1988 leitete er Verhandlungen mit der Solidarnosc ein, die dazu führten, dass diese bereits im April 1989 zugelassen wurde. Freie Wahlen waren nun möglich. 1989 Präsident, trat Jaruzelski vor dem Ende seiner Amtszeit zurück, um den Weg für freie Präsidentschaftswahlen freizumachen. Sein allmählicher Rücktritt von der Macht ermöglichte auch in Polen die Wende.
6.7.1907: Frida Kahlo (†13.7.1954)
Mexikanische Malerin. Nach einem schweren Busunfall setzte sich Frida Kahlo vorwiegend autobiografisch mit der Allgegenwart des Todes auseinander. Die erlittenen Verletzungen hatten ihr Leben grundlegend verändert: Für die junge Künstlerin begann ein "lebenslanges Sterben". Die Leiden bei 32 Operationen, die sie über sich ergehen lassen musste und die Verletzungen von Körper und Seele wurden noch verstärkt durch die Tatsache, das sie keine Kinder bekommen konnte. Sie verarbeitete ihre Erfahrung in ikonenhaften Bildern, die an die mexikanische Volkskunst angelehnt sind, meist in Selbstportraits. In ihrem Heimatland wurde die Künstlerin Kahlo lange Zeit kaum beachtet. Erst André Breton verhalf ihr zu allgemeiner Anerkennung. In seinen Kampfschriften für den Surrealismus feierte er die Malerin. Sie selbst sah sich als realistische Malerin, wollte nichts als ihr Leben darstellen. Eine leidenschaftliche Liebe verband die Malerin mit Diego Riviera, dem sie ein sehr gefühlvolles Tagebuch widmete.
www.fridakahlo.it/...
Informationen über Leben und Werk der Künstlerin.
(Englisch)
www.metroactive.com/papers/metro/11.09.9...
Eine Besprechung zum Tagebuch der Frida Kahlo, einem intimen Selbstportrait - ein interessanter Text über die Künstlerin.
(Englisch)
6.7.1898: Johannes Eisler (†6.9.1962)
Deutscher Musiker und Komponist. Hanns Eisler war ein Schüler Arnold Schönbergs, später einer der Hauptvertreter der sozialistischen Musikbewegung. Er emigrierte 1933. Über Westeuropa kam er 1935 in die Sowjetunion und wurde Vorsitzender des internationalen Musikbüros in Moskau. Er komponierte verschiedene Arbeiter- und Revolutionschöre. 1941 entschied sich der Komponist für eine neue Wahlheimat: Kalifornien. Hanns Eisler arbeitete dort als Filmkomponist und Universitätslehrer. Der Musiker schrieb die Soundtracks für mehrere Brecht-Verfilmungen. Die gesellschaftliche Alternative, die in der sowjetischen Besatzungszone und in der späteren Deutschen Demokratischen Republik Wirklichkeit zu werden schien, zog den Sozialisten Hanns Eisler in den Osten Deutschlands. 1948 wurde er in Berlin sesshaft und wirkte an der Deutschen Hochschule für Musik. 1950 vertonte er die von dem Dichter Johannes Robert Becher geschriebene Nationalhymne der DDR: "Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt, lass uns Dir zum Guten dienen, Deutschland einig Vaterland ..." Eislers Kunst war bewusst politisch. Er formulierte: "Wer nur von Musik etwas versteht, versteht auch davon nichts."
www.hfm-berlin.de...
Homepage der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin mit einer ausführlichen Lebensbeschreibung ihres Namensgebers und einer Würdigung seines musikalischen Werkes.
(Englisch, Deutsch)
www.dhm.de/lemo/html/Nachkriegsjahre/Ent...
Deutsche Demokratische Republik und Bundesrepublik Deutschland: Zwei Staaten, zwei Hymnen - auf den Seiten des "Historischen Museums". Mit Text und Musik der Hymne der DDR.
6.7.1808: Johann Gustav Droysen (†19.6.1884)
Deutscher Historiker und Begründer der preußischen Historikerschule. Er war eine der zentralen Figuren in der deutschen nationalliberalen Bewegung, ein preußischer Patriot, der die deutsche Einheit unter preußischer Vorherrschaft befürwortete. Als Professor für klassische Philologie in Berlin schrieb er über Alexander den Großen und die "Geschichte des Hellenismus" (1836-1843), ein Standardwerk, das den Begriff des Hellenismus prägte. Nach der 1848er Revolution wurde er Abgeordneter im Frankfurter Paulskirchen-Parlament, zog sich aber wegen inhaltlicher Differenzen bald wieder aus der Politik zurück. Sein wohl wichtigstes Werk blieb unvollendet: Von 1855 bis 1884, seinem Todesjahr, schrieb er die Geschichte der preußischen Politik; er vollendete sie bis zum Jahr 1756.

www.tu-berlin.de/fb1/AGiW/Auditorium/His...
Textauszüge aus dem Werk Droysens bietet diese Seite der Technischen Universität Berlin.
www.luise-berlin.de/bms/bmstext/9807deua...
Ein Artikel zu und über Droysen bei "luise-berlin".
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Zitat des Tages
    
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Da die Frauen nicht mehr treu sein wollen, braucht man sie gar nicht erst zu heiraten.
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