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16.1.1962: "James Bond": Beginn der Dreharbeiten
Jamaika ist die Geburtsstätte des Kino-Helden James Bond. Die Dreharbeiten für den ersten James Bond Film "Dr. No" begannen auf der Karibik-Insel. Dort begründete die Filmcrew den Mythos von James Bond und setzte Maßstäbe, die noch immer, Jahrzehnte und viele Bond-Filme später, ihre Gültigkeit haben. Da sind zunächst die exotischen Schauplätze der Bond-Abenteuer. Der traumhaften Inselwelt von Jamaika folgten Orte rund um den Globus: Istanbul, Moskau, die Schweizer Berge, Kairo, Rio de Janeiro, Indien, Paris, San Francisco, sogar im Weltall musste der Geheimagent gegen das Böse kämpfen.

Bond, James Bond

Als Vorlage für James Bond diente die von dem Schriftsteller Ian Fleming erdachte Figur. Doch den Film-007 erschufen Sean Connery, der die Dialoge oft improvisierte und vor allem Regisseur Terence Young. Terence Young, so heißt es, hätte auch selbst James Bond spielen können. Er sah gut aus, war sportlich und stets elegant angezogen. Er sorgte dafür, dass Bond maßgeschneiderten Hemden und Anzüge bekam, die auch noch nach der spektakulärsten Verfolgungsjagd aussehen wie frisch gebügelt.

Wodka Martini, geschüttelt, nicht gerührt

James Bond hat Charme, ist kultiviert, hat einen trockenen Humor, aber im Zweifel keine Skrupel: Er erschießt auch einen unbewaffneten Mann, wenn es sein muss. Connerys erster Nachfolger Roger Moore schaffte es, James Bond eine eigene, ironische Note zu geben und trotzdem ganz James Bond zu bleiben. Etwas, wozu George Lazenby und Timothy Dalton nicht in der Lage waren. Pierce Brosnan dann hatte allerdings wieder genau das gewisse etwas, was Männer neidisch und Frauen schwach macht - und Daniel Craig, der sechste James Bond, war 2008 "Sexiest Man Alive".

Frauen, Frauen, Frauen

James Bond und die Frauen, keine kann ihm widerstehen. Schon Ursula Andress als Muscheltaucherin Honey Rider hat zwar ihren eigenen Kopf. Ihm Laufe der Jahrzehnte werden die Bond-Girls immer emanzipierter, aber letztlich gehen sie doch alle mit ihm ins Bett. Und Bond hat sie alle gehabt - die Unschuldigen wie die Verräterinnen: Diana Rigg und Grace Jones, Jane Seamour und Sophie Marceau, Carole Bouquet und Barbara Bach, Halle Berry und Olga Kurylenko - alle, bis auf eine: Miss Moneypenny.

Bonds Chef, M, ist, genau wie Miss Moneypenny, eine Institution in den Filmen. Inzwischen ist M eine Frau, die Zeiten haben sich geändert. Doch die Schurken sind die gleichen geblieben. Sie wollen stets nur die eigene Macht vergrößern - wie Dr. No, oder Ernst Stavro Blofeld, Bonds Erzgegner in vielen Filmen. Unvergessen aber auch Goldfinger, gespielt von Gert Fröbe und Christopher Lee als Killer mit der goldenen Pistole.

Von "Dr. No" bis "Ein Quantum Trost"

Dr. No will den Start einer US-amerikanischen Rakete sabotieren - was Bond natürlich verhindern kann. Wie in allen weiteren Filmen die Welt stets nur durch seinen Einsatz um Haaresbreite einer Katastrophe entgeht. Unterstützt wird der Geheimagent dabei von allerlei technischen Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Uhren, die sägen, schießen oder explodieren können. Manchmal ist die Bond-Technik und die seiner Gegner ihrer Zeit einfach nur voraus, manchmal ist sie pure Fantasie. Von dem genialen Tüftler Q, der Bond mit den technischen Spielereien versorgt, bekommt der Geheimagent auch die unterschiedlichsten Autos, Flugzeuge und anderen Fortbewegungsmittel.

Die erste Auto-Verfolgungsjagd in Dr. No nimmt sich allerdings noch sehr bescheiden aus im Vergleich zu dem, was da kommen sollte. Und vor allem im Vergleich zu den Autos, die da kommen sollten, wie der Aston Martin, der Lotus Esprit oder der BMW, den Bond, auf dem Rücksitz liegend, ferngesteuert mit dem Touch-Pad an allen Gegnern vorbeirasen lässt.

James Bond geht mit der Zeit, auch wenn sich die wesentlichen Elemente der Filme seit 1962 nicht geändert haben. Und eines, soviel ist sicher, wird sich garantiert nie ändern: Die Melodie von Monty Norman, die den Geheimagenten auf allen seinen Missionen begleitet.


Autorin: Christina Bergmann
   
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