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21.8.1904: Count Basie geboren
Wenn der Swing von Count Basie kommt, klingt es so: Kräftige Bläser-Arrangements, dazwischen die Flügelschläge des "geizigsten Pianisten des Jazz", wie Count Basie einmal bezeichnet worden ist, weil er eben meist nur kurz, dafür aber präzise in die Tasten schlug.

Als William Basie wurde der Count in Red Bank, New Jersey, geboren. Früh begann er, in Vaudeville-Shows und in Kleinkunsttheatern zu spielen, Stummfilme zu begleiten. Unterrichtet wurde er dabei von keinem Geringeren als Fats Waller, selber legendärer Jazz-Pianist.

1927 ging Basie nach Kansas City. Dort boomte das Jazz- und Clubleben der Nation. Natürlich gab es New York, aber Kansas City, da lebte der Jazz, und hier wurde William Basie auch entdeckt. Zunächst spielte er für Walter Pages Blue Devils, dann fürs Benny Moten Orchestra.

Als Moten 1935 starb, wählten die Bandmitglieder ihren Pianisten zum neuen Leader. Der versammelte nun die besten Musiker um sich. Unter dem Namen "Count Basie and his Barons of Rhythm" spielten Jo Jones am Schlagzeug, Walter Page am Bass und der junge, noch unbekannte, aber hoch begabte Saxophonist Lester Young.

Als diese insgesamt neunköpfige Band aus dem Reno-Club in Kansas City bis nach Chicago übers Radio zu hören war, da hörten die Kritiker genau hin. Der legendäre Journalist, später auch Promoter, John Hammond schrieb begeistert im Downbeat Magazine über die Basie-Band. Dave Dexter, ebenfalls bei Downbeat, betitelte eine Geschichte mit "Basie's Fine Music From One Of Town's Worst Dives", was soviel heißt wie "Basies tolle Musik aus einem der schlimmsten Schuppen in der Stadt".

Der One O'Clock Jump wurde Basies erster großer Hit. Der Erfolg führte die Band dann von Kansas nach New York. Das Birdland wurde fast so etwas wie die zweite Heimat für Basie und seine Musiker. Doch nach und nach strebten alle nach Freiheit, wollten nicht mehr nur in der Band spielen.

1950 löste sich die Big Band auf, es kam die zweite Basie-Ära. Arrangeure wie Neal Hefti, Benny Carter, Quincy Jones, Frank Foster oder Thad Jones, die beiden letzteren ohnehin Basie-Musiker, sorgten für frischen Sound. Count Basie wurde zum prägenden Jazzer ganzer Generationen. Sänger und Musiker Bobby McFerrin erinnert sich:

"Some of the earliest music I ever heard in my life was the Count Basie Band. I couldn't have been older than five or six years. Count Basie (…) oh yeah for sure."

Und auch Al Jarreau sagt: "He and Ellington, all those bands of that era, they were the springboard for lots of us. (…) Musically, culturally and artistically really a high period in music on the planet. New music these guys brought."

Und alle wollten diese neue Musik. Sammy Davis Jr. genauso wie Ol' Blue Eyes, Frank Sinatra.

Am 24. April 1984 starb Count Basie. Seine Band spielt unter der Leitung von Saxophonist Frank Foster bis heute. Denn der Basie-Sound ist unsterblich.

Autor: Jens Teschke
   
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