Kalenderblatt dw.de
 
8.2.1865: Vererbungslehre
Für die einen ist Genforschung ein Segen für die Menschheit, für die Gegner ist sie ein Pakt mit dem Teufel. Den Grundstein für dieses Treiben legte im 19. Jahrhundert ein Diener des Herrn: Gregor Mendel, Augustinermönch am Kloster im mährischen Brünn. Dort hat er neben seiner religiösen Arbeit genügend Zeit für seine große Leidenschaft - die Botanik. Auf einem kleinen Beet im Klostergarten experimentiert Mendel jahrelang mit Erbsen, kreuzt rot blühende mit weiß blühenden, rundblättrige mit eckigblättrigen.

Noch aber will die Wissenschaftselite nichts von den Mendelschen Vererbungsregeln wissen, denn zu dieser Zeit bestimmt der große Naturforscher Charles Darwin, was Vererbung und Evolution bedeuten.

Ein Segen für die Menschheit?

Seine Zeit kommt, aber erst 16 Jahre nach seinem Tod: 1884. Nach seiner Wiederentdeckung geht alles sehr schnell. Wissenschaftler erforschen Struktur und Aufbau der Gene, seit Anfang der 1970er-Jahre können Biologen Organismen DNS-Stücke entnehmen und anderen einverleiben. Die Gentechnik erlaubt den Forschern, Leben willkürlich zu verändern und neue Organismen herzustellen. So zum Beispiel gentechnisch veränderte Pflanzen, transgene Tiere oder geklonte Wesen, wie das Schaf Dolly.

Am Ende des 20. Jahrhunderts prophezeit das US-Wissenschaftsmagazin "Scientific American" das Zeitalter der Genuntersuchungen. Eine Genprobe und jeder Mensch weiß anschließend, welche Erbkrankheiten ihm im Laufe seines Lebens drohen können. Ein Segen für die Menschheit?



Autorin: Judith Hartl
   
Zitat des Tages
    
Zitat des Tages
Sonnenschein wirkt köstlich, Regen erfrischend, Wind aufrüttelnd, Schnee erheiternd. Wo bleibt da das schlechte Wetter?
  > John Ruskin
> RSS Feed
> iTunes RSS Feed
  > Hilfe
In wie vielen Filmen spielte James Dean die Hauptrolle?
  Fünf
  Drei
  Zehn
  Newsletter abonnieren
  Versenden Sie virtuelle Grüße