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3.2.1917: USA brechen Beziehungen zu Deutschland ab
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Schnell zerplatzt der Traum vom schnellen Sieg der Mittelmächte Deutschland und Österreich-Ungarn. Schnell steckt der Krieg gegen die Entente von Großbritannien, Frankreich und Russland in der Sackgasse. Immer mehr Soldaten sterben, aber keiner gewinnt Boden dazu.

Die USA hält sich lange aus dem Krieg heraus. Trotz ihrer Sympathien für die Entente bleiben die US-Amerikaner bis 1917 militärisch neutral. Nur finanziell beteiligen sie sich am Krieg: Neun Milliarden Dollar geben sie für Waffen, Lebensmittel und Kredite aus. Die Schiffe, die die Waren nach Europa bringen, werden immer wieder angegriffen.

USA erklären Deutschlnad den Krieg

1917 können auch die USA nicht mehr tatenlos zusehen, denn am 1. Februar 1917 hatte der deutsche Kaiser Wilhelm II. den uneingeschränkten U-Boot-Krieg erklärt. Fortan waren auch US-amerikanische Handelsschiffe auf dem Atlantik nicht mehr vor den deutschen Unterseebooten sicher. Zwei Tage später, am 3. Februar, kündigt Präsident Woodrow Wilson die diplomatischen Beziehungen mit dem Deutschen Reich auf.

Zu dieser Zeit ist es eiskalt in Deutschland. Im Winter 1917 hungern die Deutschen, die Bauern ernten nur noch halb so viele Kartoffeln wie sonst. Viele Menschen essen Kohlrüben, 750.000 verhungern. Der Hungerwinter zermürbt die Deutschen an der Heimatfront. Vielerorts streiken die Rüstungsarbeiter. In Russland beginnt die Revolution und im April 1917 erklärt die USA Deutschland den Krieg.

Die Mittelmächte versuchen nun den Krieg im Westen zu entscheiden, bevor die US-Amerikaner in Frankreich eintreffen. Der verbissene und opferreiche Grabenkampf geht weiter. Hunderttausende sterben in den Schützengräben, ohne einen Meter zu erobern.

"It must not be again! It must not be again!"

Der Kriegseintritt der USA entscheidet den Ersten Weltkrieg. Die Deutschen konzentrieren sich auf den Kampf im Westen, sind aber schnell erschöpft. Es fehlt an frischen Reservetruppen und an Panzern. 1918 halten sich die deutschen Truppen nur mit großen Problemen. Die oberste Heeresleitung erkennt dies erst im Herbst 1918 und unterschreibt den Waffenstillstandsvertrag.

US-Präsident Wilson hat schon im Januar für einen Frieden geworben. Er legt 14 Punkte für einen europäischen Friedensvertrag vor. Doch das Deutsche Reich geht erst darauf ein, als die Niederlage unabwendbar ist. 8,7 Mio. Soldaten sterben in den Kriegsjahren. Auf einer Beerdigung von Gefallenen mahnt Wilsons Nachfolger Warren Harding: "It must not be again! It must not be again!"



Autor: Gábor Halász
   
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