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2.6.1953: Queen Elizabeth II. gekrönt
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Hunderttausende in aller Welt konnten am 2. Juni 1953 an den Fernseh- und Radiogeräten zum ersten Mal in der Geschichte der britischen Monarchie eine Krönungszeremonie live verfolgen. Prinzessin Elizabeth Alexandra Mary war 26 Jahre alt, als sie den Thron des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland bestieg. Die Nachricht vom Tod ihres schwer erkrankten Vaters, König Georgs VI., hatte die junge Prinzessin am 6. Februar 1952 erreicht, als sie sich auf Staatsbesuch in Kenia befindet.

Die Königin regiert, aber sie herrscht nicht, so lässt sich ihre Rolle im Staat am treffendsten beschreiben. Zwar wird formell alle britische Regierungspolitik im Namen der Königin vollzogen, doch ist sie nicht die Urheberin dieser Politik. Einer der wichtigsten zeremoniellen Akte der britischen Monarchie ist die alljährliche Eröffnung der neuen Sitzungsperiode des Parlamentes. In ihrer Thronrede verliest die Königin die ihr vorliegende Regierungserklärung des Premierministers.

Motto: "Dienen″

Mit der Krone lastete eine schwere Verantwortung auf dem Haupt der jungen Königin. Bereits fünf Jahre zuvor hatte sie ihr Leben und das Motto "dienen" gestellt. Während ihres ersten offiziellen Auslandsbesuchs, in Südafrika, gab sie das Versprechen ihres Lebens: "Ich erkläre vor Euch allen, dass mein ganzes Leben, ob es lang oder kurz sein wird, in den Dienst aller Mitglieder der großen Familie des Empires stehen wird, zu der wir alle gehören."

Damals ist sie 21 Jahre alt und bereits seit drei Jahren in der Rolle der Staatsrätin an die Aufgaben der Krone gewöhnt. Kurz nach dieser Südafrika-Reise wird in London die Verlobung der Prinzessin mit Leutnant Philip Mountbatten bekannt gegeben, am 20. November 1947 heiratete das Paar in der Westminsterabtei. Vier Kinder hat die britische Königin geboren.

Die Zeiten haben sich geändert, seit Queen Elizabeth II. den Thron bestiegen hat. In Großbritannien wird immer wieder mal laut über die politische Bedeutung der Monarchie nachgedacht. Bislang hat die Monarchie in Großbritannien derartige Gedankenspiele unbeschadet überstanden, nicht ohne jedoch einige Zugeständnisse an republikanische Gemüter zu machen. So zahlt die Queen inzwischen auch Steuern, wie jeder Bürger.

1992: "Annus Horribilis"

Die Monarchie als eine starke Institution und die Königin eine würdige Vertreterin der konstitutionellen Monarchie. Elisabeth II. wird beschrieben als eine bescheidene Frau. Ihre Gefühle zeigt sie kaum in der Öffentlichkeit. Eine der seltenen Ausnahmen war 1992, das Jahr als es in Windsor gebrannt hatte, und sich Prinz Charles von Diana und Prinz Andrew von Sara Ferguson getrennt hatten. An dieses Jahr werde sich die Queen nicht gerne erinnern, gab sie zu: "1992 is not a year on which I do look back with undiluted pleasure. It has turned out to be an 'annus horribilis'."

1992, das "annus horribilis", das schreckliche Jahr in Queen Elizabeths Regentschaft. Seit Jahren ist sie nun schon Königin von Großbritannien, und es sieht nicht danach aus, dass Prinz Charles in absehbarer Zeit ihre Nachfolge antreten wird. Einen geschiedenen Thronfolger, der mit einer ebenfalls geschiedenen Frau liiert und dann verheiratet ist, das ist für viele Briten nicht dem Amt des Königs angemessen.

"God save the Queen"

Die Krone solle direkt an Prinz WilliamCharles' und Dianas Sohn, weitergegeben werden, wird deshalb vielfach gefordert, nicht zuletzt auch von Seiten der Kirche, deren Oberhaupt der britische König ist. Bis die Entscheidung über die Thronnachfolge von Königin Elizabeth II. gefallen ist, wird die britische Hymne weiterhin so erklingen: "God save the Queen."


Autorin: Miriam Gerke
   
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