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29.5.1982: Romy Schneider gestorben
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Am 29. Mai 1982 stirbt Romy Schneider in ihrer Pariser Wohnung an Herzversagen. Sie wird nur 43 Jahre alt. Ob es Selbstmord war, ist bis heute nicht geklärt. Fest steht: Die Schauspielerin ist lange alkohol- und medikamentenabhängig, kämpft gegen ihre Depressionen. Beruflich ist sie erfolgreich, doch der Ruhm erfüllt sie nicht. Sie sagte einmal: "Es ist nicht sehr angenehm, keine Zwischenstimmungen zu kennen. Die kenne ich leider überhaupt nicht. Ich kenne wirklich nur himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt."

Die ewige Sissi

Mit 16 verkörpert Romy Schneider noch die heile Welt. Ihre Rolle als österreichische Prinzessin Sissi macht sie im Deutschland der 1950er-Jahre zum Liebling der Nation. Drei Filme lang spielt sie die ebenso naive wie lebenshungrige und fröhliche Prinzessin, die sich die in die Herzen eines Millionenpublikums lächelt. Dann hat Romy Schneider von der Rolle genug. Den geplanten vierten Teil der Sissi-Reihe lehnt sie ab. Das Sissi-Image wird sie in Deutschland dennoch nie wieder los.

Die großen Lieben

Als Romy Schneider andere Rollen spielt und für ihre große Liebe Alain Delon 1959 nach Frankreich geht, empfindet das deutsche Publikum das als Verrat. In ihrem neuen Leben arbeitet sie mit Filmgrößen wie Otto Preminger und Orson Wells zusammen.

1963 lässt sich Delon von ihr scheiden. Für Romy Schneider bricht eine Welt zusammen. Sie unternimmt einen Selbstmordversuch. Zwei Jahre später kehrt sie mit ihrem zweiten Ehemann Harry Meyen zurück nach Deutschland und bekommt mit ihm ihren Sohn David. Aber auch diese Ehe scheitert. In "Mado" spielt sie 1973 sich selbst: eine gebrochene, unglückliche Frau.

Schwere Schicksalsschläge

1981, im Jahr vor ihrem Tod, treffen die Schicksalsschläge Romy Schneider in kurzen Abständen. Auch ihre dritte Ehe mit Daniel Biasini, aus der eine gemeinsame Tochter hervorgeht, zerbricht. Ex-Ehemann Harry Meyen nimmt sich das Leben und schließlich kommt ihr Sohn David mit 14 Jahren auf tragische Weise ums Leben. Beim Klettern über einen Zaun spießt er sich auf.

In 29 Jahren dreht Romy Schneider rund 60 Filme. Obwohl sie immer Schauspielerin werden wollte, brachte ihr der Glanz dieses Berufes kein Glück: "Auf der Leinwand kann ich alles", wird sie häufig zitiert, "im Leben überhaupt nichts."


   
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